Firmengründer                                                                

Carl Friedrich August BrückUrkunde Gruender mt 

Zeichen fuer geboren-frei 05. März 1769 in Freiberg  neues Zeichen fuer gestorben banner27. März 1833 in Meißen

Carl  Friedrich  August   Brück  war   der  Begründer  der heutigen  Firma    Brück  &   Sohn.   Nach  Abschluss der Buchbinderlehre   ging    er    auf    Wanderschaft.  1793
legte    er    sein   Meisterstück   vor   und   machte   sich,
nach   bestandener   Prüfung   selbständig.  Er   war  ein  kreativer    Unternehmer    und     begann      sehr    bald
auch verlegerisch  tätig  zu  werden.

Ein  Zeugnis  erster Verlagstätigkeit sind die im Familien- besitz    befindliche   „Meissner   Landwirtschafts  -   und   Geschichtskalender“.  Die Druckgenehmigung dafür erhielt  er  am  29st.  May 1819  von  der  Königlich - Sächsischen   Kanzley.  Dieser  Kalender  sollte  über   100   Jahre  von   den  folgenden  3  Generationen   gepflegt    und    herausgegeben   werden.  Carl   Friedrich   Brück    pflegte    die   Zusammenarbeit   mit
Journalisten und  Künstlern und  brachte  die  Kalender  teilweise  handcoloriert  auf  den  Markt.

Buchbinderwerkstatt    und   Verlag   befanden  sich   bereits   damals   im   heutigen   Haus    der   Firma
Brück  &  Sohn.

Carl   Friedrich   August   Brück    gehörte    1823    zu    den    Gründungsmitgliedern    der     Sächsischen Hauptbibelgesellschaft   in   Dresden.  1829   gab   er   erstmals   ein   „Beicht- und  Communionbuch  für   Evangelische    Christen“    heraus .    Bibeln,    Predigtbücher     sowie    Beicht - und   Communionbücher   zählten   in    den    Anfängen   der    Firma    zum    Verlagsprogramm    und     spiegelte    die   christliche  Einstellung   des   Firmengründers  wider.  Gedruckt   wurden   alle  Werke   in   der   Meissner  Druckerei  Moritz   Christian  Klinkicht,  mit   deren   Inhaber  Carl  Friedrich  Brück   auch   durch   eine   persönliche  Freundschaft  verbunden  war.

                             

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2. Generation2 Generation mt

Karl August Brück genannt Friedrich August Brück

Zeichen fuer geboren-frei 18. April 1797 in Meißen  neues Zeichen fuer gestorben banner31. Oktober 1877 in Meißen

In    seiner    Kindheit    erlebte    Friedrich    August    Brück
viele   kriegerische   Ereignisse  in   seiner  Stadt,  die  seine  politische    Einstellung   früh   prägten.   1805    und   1806   marschierten    preußische     und      sächsische    Truppen
durch   Meißen,   um    sich    Napoleon    zum   Kampf    zu
stellen. 1809  plünderten  österreichische  Ulanen Meißen.
Und    während    seiner    Lehre    wurden   1812   Truppen
in  Meißen  einquartiert.

Auch  Friedrich  August   wurde   Buchbinder  und   machte
sich selbständig.  Bereits 1822  erwarb  er  das  Wohn-  und
2 Generation Laden 1929 mt  Geschäftshaus  Burgstr. 1        
  für   8500  Goldtaler   und        
  begründete   damit   den  Stammsitz  der  Firma.

  Die     verlegerische     Tätigkeit      setzte    er     besonders    mit      den
  Kalendern  fort.  Friedrich  August  Brück  engagierte  sich  gesellschaft-
  lich  in  seiner  Stadt   und    wurde   als    Vertreter   der   Handels-  und
  Gewerbetreibenden   zum  3 . Ratsmitglied   der    Stadt    Meißen    von 
  1834 - 1838   und   1847 - 1850   und   danach   zum   besoldeten   Rats-
  mitglied  auf  Lebenszeit  gewählt.

  Unter  Bürgermeister  Hugo  Tzschucke   war  Friedrich   August   Brück
  als   Ratsmitglied    am    Wiederaufbau    und    der    Entwicklung    der  
  Stadt  Meißen  wesentlich  beteiligt.


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3. Generation

Otto Julius Brück                                                                        3 Generation mt

Zeichen fuer geboren-frei 03. August 1825 in Meißen  neues Zeichen fuer gestorben banner19. Juni 1905 in Meißen

Otto   Julius   Brück  erlernte  ebenfalls  das   Buchbinderhand-
werk.   Er   trat    in    das   väterliche   Geschäft   ein ,  das    er  zunächst   als   Mitarbeiter   unterstützte   und   seine  Meister-
prüfung   ablegte.

Otto  Julius setzte  nun  in  3.  Generation  die  Verlagstradition
fort    und   brachte    jedes   Jahr   den    Kalender   heraus.   In  seiner   Wirkungszeit  wurde   der  Titel   des   Kalenders  mehr-
fach  umbenannt. Die  lange  Periode  der Kalenderherstellung, praktisch  sein   ganzes   Leben,  hat  ihm   den  volkstümlichen   Namen  „Kalendermacher“  eingebracht.


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Nach   der   Erfindung  der  Fotografie  eroberte  bald   die  Ansichtskarte  den  Weltmarkt.  1885  begann
Otto  Julius,  Ansichtskarten  herzustellen und  war  damit  einer  der ersten  Verleger von Ansichtskarten weltweit.  Deutschland   genoss  in   dieser  Zeit   international  ein   hohes   Ansehen,  da  hier  die  beste  Qualität  gedruckt  wurde.


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Otto  Julius  Brück  engagierte sich  in  der  Buchbinderinnung  und war viele Jahre deren Innungsmeister.

Mitte des 19. Jahrhunderts  befand sich Sachsen in einem wirtschaftlichen Aufschwung. Otto Julius Brück,
ein  kluger Unternehmer,  war  1855  Gründungsmitglied   des  „Creditvereins  Meißen“,  aus  dem  später
die  heutige  Volks-  und  Raiffeisenbank  hervor  ging.

Auch  politische  Veränderungen   gingen   nicht   spurlos   an   ihm  vorüber.  Als   Mitglied   der    Meißner Kommunalgarde  zog  er  1849  als  Revolutionsteilnehmer  nach Dresden.  An  diese  Ereignisse  erinnerte
er   sich  später  und   schreibt  seine  Erlebnisse  nieder.  „Aus   Deutschlands  trüber  Zeit –  Erinnerungen eines   alten   Meißner   Bürgers“   heißt   die   Niederschrift,   die   Bestandteil  des  Firmen-  und  Familien-
museums  ist.  Ein   Bericht,  über  den  man  heute   beim  Lesen  oft   schmunzeln  muss,  auch   wenn  es damals  sicher  ernst   war.  Er  war   überhaupt  ein  humorvoller  beliebter  Erzähler   und   wurde   in  der Meißner  Literatur  auch  oft  „der  alte  Brück“  und  „Spaßmacher  Brück“  genannt.

Otto  Julius Brück  und  sein  Vater Friedrich  August  Brück  bekundeten ihre  jahrelange  Zusammenarbeit
in  der  Öffentlichkeit,  in  dem  Sie  der  Firma  den  Namen  Brück & Sohn  gaben.


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4. Generation

Oscar Julius Brück 4 Generation mt

Zeichen fuer geboren-frei10. Juli 1855 in Meißen neues Zeichen fuer gestorben banner02. Februar 1920 in Meißen

Oscar   Brück   machte    als   erster   der   Familie  eine Kaufmannslehre   und   trat   dann   in    die   väterliche
Firma    ein.   1893     übernahm    er   zusammen    mit
seinem    Bruder    Franz    Brück    die   Geschäfte   der
Firma.
Der   Beginn    der    Postkarte     1885     war   zunächst   sporadisch. Mit  wachsendem   Interesse   der  Kunden     und    Wiederholung   von    Auflagen   wurde   es    not- wendig,   die   Fotografien   und    Belegexemplare   der  Postkarten  zu  archivieren.  So   begannen    die   Brüder  erst  12  Jahre   nach    der    ersten     Postkarte  ein   Archiv   aufzubauen.    FHB7855 Praegekarte Stempel mt Die   Firma    nahm wirtschaftlichen Aufschwung.   Es    wurden   Buchbinder   eingestellt  und   die Fotografie   fand  Einzug  in  die  Geschäftstätigkeit. Oscar und Franz    Brück    bauten   von  1897  an,  das   Unternehmen  zu einem    der    bedeutendsten   Ansichtskartenverlage Deutsch- lands  aus.  Sie   exportierten   nach  ganz   Europa,  Asien  und  Nordamerika.  Besonders   gut   entwickelte   sich   der   Export   nach  Luxemburg,  Ungarn,  Kalifornien  und  Oregon.



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Oscar    führte   die   Geschäfte   und   Franz   übernahm   die   Kundenverhandlungen.   Die   Kamera   war immer    dabei.    Es    wurde   in   den   Formaten   9x12,  10x15   und  13x18   auf  Glasplatten  fotografiert.
Aus   den fernen   Ländern   wurden   die   belichteten   Glasplatten   zu   uns  nach  Deutschland  geschickt.  Für   das    Amerikageschäft    hatten   die   Brüder   einen   Verlag   in   Los   Angeles   als  Partner,  der   sie    mit   der  Herstellung   der   Ansichtskarten   beauftragte.

Für   das   in   Meißen   garnisonierte   2. Jägerbataillon  Nr. 13  stellte   der   Verlag   Scherzpostkarten  als „Soldatengrüße“  her,  die  sich  ganz  speziell  auf  das  Soldatenleben  bezogen.


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Das    100    jährige    Firmenjubiläum   nahmen    die    Brüder   zum    Anlass,   die     Buchbinderwerkstatt  in  ein  Ladengeschäft    mit    einer   Eingangstür   und    zwei   Schaufenstern   umzubauen.  Es   entstand   ein Schreibwarengeschäft.   Die   Fassade    wurde   in     Sandstein    gefasst    und    ist    bis    heute   eine  besondere   Zierde   des   Hauses.


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5. Generation

Wilhelm Walter Brück FHB7911 5 Generation-bearb mt

Zeichen fuer geboren-frei 08. März 1896 in Meißen  neues Zeichen fuer gestorben banner26. August 1961 in Meißen

Walter  Brück  erlernte  in  den Jahren  1912  bis  1914  den  Beruf
des  Kaufmanns  bei  der  Firma  Hugo  Munkelt  in  Riesa.  Wegen
der   Erkrankung   seines   Vaters  musste  er   die  Lehre  vorzeitig, jedoch   mit   Abschluss,  beenden  und   frühzeitig   in  die   Firma eintreten.  Unter  erschwerten  Bedingungen  durch   den  1. Welt-
krieg  setzte   er  die  Geschäfte  fort.  Auch   musste  er   in  dieser
Zeit  Kriegsdienste  leisten.

1920   wurde   er  Geschäftsführer,  Inhaberin   war   seine  Mutter 
Martha  Brück.

Walter   Brück   setzte  mit   seinem   Bruder   Rudolph  Brück   das   Ansichtskartengeschäft   fort  und
führte  die  Firma  mit  vielen  Unwägbarkeiten  durch  Weltwirtschaftskriese  und  Inflation.  FHB7810 5 Generation-bearb mt

In  den  Folgejahren wurde  der  Handel  mit  Schreibwaren  aller
Art   erweitert   und  Großhandel  mit  Papier- und  Schreibwaren betrieben. Meißen  war  inzwischen  auf  46000  Einwohner ange- wachsen  und  Brück & Sohn  hatte  sich  zu  einem bedeutenden Verlags- und  Handelsunternehmen  entwickelt.

Dann   kam   der   2. Weltkrieg   und   setzte  der  Firma   und  der  Familie  zu.  Rudolph  fiel   kurz  vor   Kriegsende   in   Königsberg
und    die   Wirtschaft    kam   nach   dem   Krieg   zum   Erliegen.  Meißen   hatte   keine   Kriegsschäden,  sodass  das  Geschäftshaus  unversehrt   war.  FHB7870 5 Generation-bearb mt

1947  begann  der  Wiederaufbau  von  Null  an. 

Walter  Brück  hat  die  Firma   durch  alle  Widrigkeiten  seiner  Zeit  geführt  und   für   nachfolgende  Generationen  erhalten.
Das  war  eine  Leistung,  die   höchste  Anerkennung  verdient.



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6. Generation

Dietmar Ernst Albrecht BrückOpa 6 Generation mt

Zeichen fuer geboren-frei  27. August 1927 in Meißen  neues Zeichen fuer gestorben banner 17. Juli 1997 in Großenhain

Wie  seine  Vorfahren  wurde  auch  Dietmar  Brück  nach erfolgreich abgeschlossener   Lehre  Kaufmann  und  Verleger.  Ab  1951  war er zunächst  Gesellschafter  und  später  Inhaber.  Von  Anfang  an  war
er  aktiv  an dem  Wiederaufbau der Firma nach Kriegsende beteiligt.

Dietmar  Brück nahm  das  Geschäft  mit  Ansichtskarten  nach  dem
Krieg   bald   wieder   auf   und   ergänzte   das  Kartensortiment  mit Glückwunsch-  und  Trauerklappkarten  und  Genrepostkarten.

Die    Genrepostkarten     für     Geburtstags-,    Oster-    und    Weihnachtsgrüße   ließ   er   von   Meißner  Künstlern  malen  oder  gestaltete  und  fotografierte  sie  selbst  im  eigenen  Fotoatelier.


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Später  übernahm  das   seine   Tochter  Annette   und   verdiente  sich   ihr   Taschengeld  damit.  Er  war
sehr   interessiert   und    engagiert,   seine   Verlagsprodukte   zu   exportieren.   1963    war    die    Firma
Brück  &  Sohn  erstmalig   mit    einem  eigenen   Stand   auf    der   Leipziger   Messe   vertreten.  Daraus entwickelten   sich   Exportgeschäfte   u.  a.   nach   Nordvietnam   und    Dänemark.   1964    begann   der  Export     von    Kunstdrucken   nach   England,   welche    dort    zu    hochwertigen    Tabletts     weiterver-
arbeitet  wurden. Diese  vertrieb  der  englische  Geschäftspartner  in  42  Länder  der  Welt.


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Die    Politik    der   DDR   ließ   eine   freie   wirtschaftliche   und   künstlerische   Entfaltung   von  privaten  Verlagen  nicht  zu.  Druckerzeugnisse  jeder  Art  bedurften  der  staatlichen  Genehmigung.  Papier- und Druckkapazität    waren    kontingentiert.   Künstlerische    Entwürfe    für   Klappkarten,   Briefpapier   u.ä.
mussten    von    einer    staatlichen    Künstlerjury    begutachtet     und    genehmigt   werden,    was    oft
nicht   geschah.


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Die   Ausnahme   bildete  Export,  der   dem   DDR - Regime   Devisen   brachte.  So   verhalf   die  30  Jahre dauernde     Geschäftsbeziehung     nach     England    der     Firma    zu    wirtschaftlicher    Stabilität    und  internationalem   Ansehen   während  der   DDR-Zeit.  Der   Export   mit   seiner  Devisenbeschaffung  war  auch   ein  Grund,  dass   die    Firma   1971    während   der   letzten   großen   Verstaatlichungskampagne  verschont  und  privat   blieb.

Auch  die  Verlagsprodukte  für  das  Inland  profitierten  sehr  von   der   kreativen  Arbeit   des  Exportge-schäftes   und   der   internationalen   Orientierung.   Schöne   Glückwunschkarten   waren   in   der   DDR Mangelware  –  Brück  &  Sohn    hatte    die    Schönsten.   Dietmar    Brück   nutzte    dafür    Papier    aus
der   Misswirtschaft   des   Staates,   das   nicht   kontingentiert   war    und   Teile   der   Kunstdrucke,   die
aus   Qualitätsgründen   nicht   exportiert   werden   konnten.

Das  175jährige  Jubiläum  wurde  1968  im  Rahmen  der  Möglichkeiten  zu  dieser  Zeit  gefeiert.

1981   vergrößerte   Dietmar  Brück   den   seit  1900  bestehenden   Laden  von  40  auf  60qm und  baute eine  sehr  geschmackvolle  und  funktionale  Ladeneinrichtung  ein.

Dietmar  Brück   verstand   es,  die   Schwächen   der   sozialistischen   Planwirtschaft   für   sich  und seine  Firma   zu   nutzen.  Er    schuf   damit   wieder   eine    stabile  Basis   und   finanzielle   Sicherheit   für   die  Existenz  der  Firma  Brück  &  Sohn.


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7. Generation

Maria Annette Brück 7 Generation Frau Brueck 2017 neu mt

Zeichen fuer geboren-frei 26. Mai 1956 in Meißen

Annette    Brück    hatte    von   Kindhei t  an   den   Wunsch,
das   traditionsreiche   Unternehmen    der    Familie   eines
Tages   zu  übernehmen  und   fortzuführen.  Als  Kind   war
sie   oft    im   Geschäft   und    ihr    Vater   nahm    sie    mit
zum  Fotografieren  für     Postkarten  und  in   Druckereien
zum    Abstimmen   der   Farben.  So   wurde   ihr  Interesse
früh   geweckt   und  sie  bereitete  sich  mit   dem  Erlernen
einer   Druckformenherstellerin  und   Fotografin   auf    die
Arbeit   in   der   Firma   vor.

1987 übernahm sie  die  Firma  von ihrem  Vater und  führt
sie  seit  dem  als  Inhaberin  gemeinsam  mit  ihrem  Mann.

Die   politische  und  wirtschaftliche   Wende   1989  stellte  völlig  neue  Anforderungen  an  die  Inhaber
und   Mitarbeiter.   Hier    war    von   Vorteil,  dass   man   durch    das   Exportgeschäft   mit   der   freien  Marktwirtschaft  bereits  vertraut  war.

Die    Geschäftsbeziehung    zu    England    wurde    im   beiderseitigen   Einvernehmen   eingestellt.  Ein Papeteriegroßhandel    wurde    aufgebaut.   Glückwunschkarten,   Servietten,   Geschenkpapiere-    und
bänder   kaufte    man   von   anderen   Verlagen   und    verkaufte   die   zusammen   mit    den   eigenen    Verlagsprodukten  an  bestehende  und  neue  Geschäftskunden.

Es  zeigte sich  sehr  schnell,  dass  der  Laden  mit  60 qm  Fläche  zu  klein  war, um  die  vielen  wunder-
schönen   Produkte,  die   jetzt    zur   Verfügung   standen,  zu   präsentieren.  Annette   Brück  entschied
sich,  den   Laden  auf   220  qm   über  2  Etagen  zu   vergrößern.   Es    wurde    mit    einem   Fachmann
ein  aufwendig   und   modern   gestalteter   Laden   gebaut,  der   eine  vorherige   komplette  Sanierung
des  Hauses  erforderlich   machte. Der  Umbau  begann  im  Sommer  1991  und   wurde  im  November 
1992  mit  nur  3  Wochen  Geschäftsunterbrechung  fertiggestellt.


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Das     Sortiment    im    Laden   umfasste    nun   Papeterie,   hochwertige    Schreibgeräte,   Schulbedarf,  Bürobedarf  und  Zeichen-  und  Künstlerbedarf.  3  Jahre  später  kam  noch  Bastelbedarf  hinzu.

Auch  im   Verlag  und  Großhandel   wurden  neue  Akzente   gesetzt.  Hier  stellte   sich   ebenso  heraus,
dass   die   Fläche   im   Haus   Burgstraße  1   dafür   zu   klein   war.   Es   wurden  Räume  außerhalb  des Stadtzentrums   angemietet.  Die   Eheleute   teilten   sich   die  Aufgaben.  Helmut  Brück   übernahm  die Leitung  des  Verlages  und  Großhandels   und   Annette  Brück  führte  das  Ladengeschäft.

1993   feierte   das   Unternehmen   sein   200jähriges   Jubiläum.  Es   wurde   würdevoll   mit   zwei   Fest-
wochen  begangen mit  vielen  kulturellen und  geschäftlichen  Angeboten  und  einer  Festveranstaltung
im  Schloss  „Sieben  Eichen“  in  Meißen.

Helmut   Brück   war   durch   seine   Mitarbeit  und    sein   Engagement   inzwischen   so   mit   der  Firma Brück & Sohn   verwachsen,  dass   er   sich   entschloss,  für   die   Firma  seinen  Familiennamen  Donath aufzugeben.  1994  nahm  die  ganze  Familie  den  Namen  Brück  an.

So   war   es   nicht  v erwunderlich,  dass   Helmut   Brück   sich   des   Postkartenarchives   annahm   und
ein  Familien-  und  Firmenmuseum   einrichtete.  Seit  Jahrzehnten   lagerte   das  historische  Postkarten-
archiv   unter   unwirtlichen   Bedingungen   auf   dem    Dachboden   in   der   Burgstraße.  Erst   mit    der  politischen Wende  wurde  das  Interesse  daran  geweckt.  Helmut  Brück  organisierte  sich  kompetente
Hilfe aus dem Stadt  -  Museum.  Die  Karten   wurden   in   mehreren    Jahren   gesichtet,  neu   geordnet   und    später  eingescannt.  Die   wunderschönen  alten  Postkartenkartons  und  Musterbücher,  gefertigt
von   den   alten   Brück‘schen   Buchbindern,   und   viele   Dokumente,   Belegexemplare,  Kalender   und
Bücher  haben  nun  einen  würdigen  Platz  im  Firmen-  und  Familienmuseum  gefunden.

In    dieser   Weise   hatte    die   Firma   für   viele   Jahre   einen    stabilen   Geschäftsverlauf.   Der   Verlag  entwickelte  sich   in   den   Jahren   positiv.   Es   wurden   Kunstkarten,  Kunstposter,  Postkartenkalender,
der Kalender  der   Zeichenschule  der  Staatlichen  Porzellan - Manufaktur,  Broschüren  und  Stadtführer
ins Sortiment  aufgenommen. Die  Postkarte  hat   nach   wie   vor  einen   festen   Bestand  im  Geschäfts-
geschehen.  1998  kamen  die  ersten  Adventskalender  auf  den  Markt.  Seit  dem  wächst  die  Zahl   der Adventskalender  und  der  verschiedenen  Produkte  zu  den  Motiven  kontinuierlich.

Doch  in  den  Anfangsjahren  des  neuen  Jahrtausends  veränderte sich  die  Handelsstruktur fortlaufend dramatisch.  Der   Internethandel   entwickelte   sich   rasant.  Erschwerend   hinzu   kamen  zwei  extreme
Hochwasser  der   Elbe  2002  und  2013,  die  ein   Drittel  der   Altstadt  überfluteten.   FHB7847 Flutheft-bearb mt Brück  &  Sohn  war  nicht     direkt    betroffen,   jedoch   litt    die    gesamte   Infra-struktur  Meißens wirtschaftlich  darunter  und   somit    auch
die  Geschäfte  der  Firma  Brück  &  Sohn.

Die   Räume   des   Verlages   und    die    Größe   des   Ladens  entsprachen   nun    nicht     mehr    den    aktuellen    Bedürf-
nissen.  2012   traf   Annette   Brück  mutige   Entscheidungen
und    leitete   die    Umstrukturierungen     ein,    welche    der
Firma   für   die   Zukunft    Bestand   geben   sollten.

Der   Laden   wurde   auf   das   Erdgeschoss   reduziert   und   der  Verlag  zog  wieder  in  die  Burgstraße. Gesundheitliche  Gründe  veranlassen  Annette  Brück,  den  Laden  nun  zu  vermieten.

2015  eröffnet  die  Firma  Brück  &  Sohn  einen  Onlineshop.





                                 

                                    


Adventskalender - Onlineshop

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